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28.06.2013

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Die Etablierten schwitzen – Stellt die NPD den einzigen Herausforderer zur Goslarer OB-Wahl auf?

Kallweit

Selten hat eine Online-Meldung der Goslarschen Zeitung binnen weniger Stunden so viele Gefällt mir-Klicks wie die Nachricht vom 20. Juni unter der Überschrift „Oberbürgermeisterwahl: Brauner Klecks bringt Brisanz in die Bewerberfrage“. Die politische Landschaft im Landkreis ist in Aufruhr. Wir erinnern uns: Anfang des Jahres verlautbarte aus dem Goslarer Rathaus, OB Junk fordere den Faustpfand von den Parteien, keine Gegenkandidaten zu benennen. Wie befohlen beschlossen…

Der Mittwochabend der vergangenen Woche sollte die Wende bringen. Auf einem Treffen der Goslarer Genossen überbringt kein Geringerer als SPD-Parteichef Sigmar Gabriel die Nachricht, dass „der Vienenburger NPD-Mann Kallweit“ kandidieren wolle. Die Presse berichtet von drei schweißtreibenden Stunden, die diese Nachricht bereitet habe. Gabriel will sich dabei auf „sichere Informationen“ berufen. Woher er diese nimmt, fragen sich schon kurz nach der Veröffentlichung der GZ-Pressemeldung viele politisch Interessierte im Netzwerk Facebook. Selbst Rats- und Kreistagskollegen stellen fest: „Offizielle Äußerungen zu einer solchen Kandidatur gibt es nicht“. Dennoch überschlagen sich die Spekulationen rasch: Könnte ein Gegenkandidat evtl. sogar über Junk auf dem Wahlzettel stehen, weil dieser als Einzelbewerber in die Wahl geht? Wie hoch ist die Gefahr, dass viele enttäuschte Wähler Junk und seine Politik abstrafen wollen und NPD wählen? Und überhaupt: Würde die NPD dann nicht so oder so einen grandiosen Achtungserfolg einfahren? Die Lage ist angespannt in den Rathäusern und Fraktionen.

Fakt ist: Verfolgt der „Vienenburger NPD-Mann“ zur OB-Wahl tatsächlich ein Ziel, so hätte er dies allein schon dadurch erreicht, dass die Sozis nun eine „neue Konstellation“ sehen und scheinbar kurz davor sind, wortbrüchig gegenüber Junk zu werden. Ganz gleich welches Ende die Goslarer OB-Frage nimmt, Dr. Oliver Junk weiß zumindest für die Zukunft, auf wessen Wort er sich besser nie wieder verlassen wird.

Patrick Kallweit

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