
Gemeinsamer Kandidat von NPD und DVU
Frank Rennicke selbst gab sich bescheiden: er kandidiere für das höchste Amt der Bundesrepublik nicht aus "Selbstüberschätzung, sondern um dem namenlosen kriminalisierten Deutschfühlenden und von der etablierten Politmafia ausgepreßten deutschen Familien ein Gesicht und eine Stimme zu geben".
Staatsmännische Worte - und auch wieder nicht. Denn Frank Rennicke, Liedermacher, mehrfacher Familienvater, nationaler Dissident, hat aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht. Damit wäre er für das Bundespräsidentenamt ein echter Gewinn. Das sagten sich auch die Parteivorstände von NPD und DVU sowie die nationalen Fraktionen in den Landtagen von Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Sie einigten sich Anfang April auf Rennicke als gemeinsamen Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl am 23. Mai.
Schallende Ohrfeige für BRD-Gesinnungswächter
Seinen letzten großen Auftritt hätte der bekannte Liedermacher vor Jahresfrist, als er mit einem denkwürdigen Prozeßerfolg vor dem Bundesverfassungsgericht im In- und Ausland für Schlagzeilen sorgte. Rennickes schon 1986 entstandenes "Heimatvertriebenen-Lied", befand das Höchste Gericht, sei weder beleidigend noch ein Aufruf zur Gewalt. Entsprechende Urteile vorhergehender Instanzen hob das Verfassungsgericht kurzerhand auf - ein wichtiger Etappensieg für die Meinungsfreiheit in Deutschland.
Ursprünglich sollte Rennicke wegen des Liedes, das das Leid einer aus dem Sudetenland vertriebenen deutschen Mutter zum Gegenstand hat, zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt werden. Mit Rennickes Freispruch haben die deutschen Höchstrichter der grassierenden Gesinnungsjustiz und Meinungsgängelei in der Bundesrepublik eine schallende Ohrfeige versetzt. Die BRD-Oberen haben es jetzt sozuagen amtlich, daß es die vom Grundgesetz verbriefte Meinungsfreiheit in Deutschland mittlerweile nur noch auf dem Papier gibt - wer sich darauf beruft, muß notfalls bis vor das Verfassungsgericht ziehen.
Der 1964 geborene Frank Rennicke ist auch in anderer Hinsicht ein Tabubrecher. So war er einer der ersten Interpreten in der beinahe ausschließlich von politisch linksorientierten Künstlern wie Reinhard Mey und Hannes Wader geprägten Liedermacher-Szene, die sich wieder der Kultur des deutschen Volksliedes zuwandten und damit den Deutschen wieder ihr eigenes Liedgut zurückgaben. Mit seinem unverwechselbaren musikalischen Stil ist Rennicke seit nunmehr zwei Jahrzehnten im In- und Ausland erfolgreich und war bislang in über 1000 Auftritten bis nach Moskau, London und Paris unterwegs.
"Stimme der deutschen Jugend"
Frank Rennicke ist aber auch ein großer Integrator und Brückenbauer innerhalb des rechten Spektrums. Rennicke konnte mit seiner Liedkunst sowohl nationalkonservative als auch nationalrevolutionäre Hörer für sich gewinnen und wußte auf Auftritten bei Vertriebenenveranstaltungen wie auch bei Burschenschaften zu begeistern. NPD-Parteichef Udo Voigt erklärte dazu auf der Pressekonferenz des Berliner Parteitages, in dessen Verlauf die Rennicke-Nominierung bekanntgegeben wurde, der Liedermacher "sei ein über Parteigrenzen und verschiedene Strömungen hinweg bekannter und geschätzter Patriot", der das "bessere Deutschland würdig vertritt".
Mit ihrem Kandidaten Frank Rennicke wollen DVU und NPD aber auch einen bewußten Kontrapunkt zur Altherren- und Altdamenriege der etablierten Parteien setzen, die einen ehemaligen IWF-Präsidenten, eine einseitig nur polnische Interessen vertretende abgehalfterte Politik-Professorin oder einen selbst schon beim Fernsehen aussortierten früheren Tatort-Kommissar ins Rennen schicken. So erklärte der sächsische NPD-Fraktionsvorsitzende Holger Apfel zur gemeinsamen Nominierung des Liedermachers:
"Mit Frank Rennicke können die Bündnispartner DVU und NPD einen Vertreter der deutschen Jungend präsentieren, die sich nach den Ergebnissen der jüngsten Pfeiffer-Untersuchung ohnehin zu großen Teilen nach Rechts wendet. Mit dem Volkssänger Frank Rennicke nimmt dieser sich in der deutschen Jugend vollziehende Paradigmenwechsel auch in der Bundesversammlung Gestalt an. Mit Frank Rennicke haben die Landtagsfraktionen von DVU und NPD einen Kandidaten gefunden, der überzeugend für einen nationalen Aufbruch steht, nämlich als Stimme der deutschen Jugend, die sich wieder ihres eigenen Volkstums und ihrer eigenen Kultur bewußt wird."
A. Schimmer / A. Vergeiner