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14.10.2012

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Info-Stand der Piraten - Demokratie 1.0 - analoger Shit-Storm

 

Info-Stand Piratenpartei 13.10.2012,Leine Center Laatzen
 
Der stürmische Wind am Infostand der Laatzener Piraten entsprach dem aktuellen Stand der Lan-Partei. Nach einem Sturm werden Boote wie Piraten sinken.
 
Warum?
 
Die sinkende Wahlprognose (ca. 4 %) und die andauernden Skandale im täglichen Geschäftsbetrieb werden zum Verdruss der Piraten dem Volk brühwarm tagtäglich in den Printmedien serviert. Die Unerfahrenheit und das Konzept der Piraten ist eine im Ansatz unlösbare Aufgabe. Die piratentechnische Selbstzerfleischung findet bald jeden Tag aufs Neue Nahrung.
Am 13.10.2012 besuchten wir den Infostand am Leine Center und trauten unseren Augen nicht!
Auf einem Flyer stand geschrieben:
 
„Piratenpartei? Bloß nicht, sind ja alles Verrückte.“
 
Dem können wir nicht ganz beipflichten, wobei es schon etwas bizarr daher kommt, wenn an einem Piratenparteitag ein Mitglied mit Alufolie auf dem Kopf teilnimmt. Wir wurden an dem Infostand freundlich und korrekt informiert. An dieser Stelle gilt dem Protagonisten unser Dank, der sich sehr ausführlich und engagiert unseren Fragen widmete. Naturgemäß ist unser Besuch den Piraten nicht ins Auge gefallen, besitzen wir doch gegenüber der Laatzener SPD und Grünengruppe doch die demokratische Gepflogenheit, dem politischen Gegner mit Respekt zu begegnen.
 
Was sollte einen Bürger veranlassen, die Piraten zu wählen?
Dieser Eröffnungsfrage wurde mit den bekannten Slogan begegnet: Wir greifen Themen auf, die andere nicht sehen. Dem ist nicht so. Zum Beispiel der erste Punkt des Info-Flyers „Ziele und Visionen für Niedersachsen“: Bildung für alle mit gleichen Chancen! Das steht auch im Parteiprogramm der NPD - mit einem Unterschied. Wir bieten Finanzierungslösungen an. In dem Gespräch wurden diese komplett ausgespart. Populismus pur. Es kam noch dicker. Das bedingungslose Grundeinkommen wird gefordert. Im Gespräch offenbarte der Politiker, dass es eine andere Variante des jetzigen Systems wäre…
Geschlechtsverkehr zwischen Blutsverwandten soll mit der Abschaffung des Inzestparagraphen anders bewertet werden. Zu diesem Punkt wusste der Pirat überhaupt nichts zu sagen, er wusste nicht, dass es diesen Antrag zur Abschaffung des Inzestparagraphenin Zusammenarbeit mit den Grünen überhaupt gibt. Dieses strukturelle Problem bei den Piraten, dass Informationen und Fachwissen nicht an die Basis geraten, ist nicht akzeptabel. Abstimmen können ja alle per Mausklick, aber wissen, worum es geht, sollen dann wohl doch nicht alle. Es kommt noch schlimmer, die Drogenfreigabe ist eine Antwort auf die Beschaffungskriminalität. Wir haben in unserem Programm andere Antworten drauf. Hier entsteht die vierte Linke Partei, die alles verspricht, aber keine tragbaren, umsetzbaren Lösungen anbietet. Wie soll denn der öffentliche Nahverkehr umsonst fahren? Wie sollen kleinere Klassen und mehr Lehrer eingestellt werden, wenn ESM und Asylmissbrauch jeden Tag aufs Neue unseren Staat schröpfen?
An dieser Stelle einige Hintergrundinformationen zur Erfindung des Jahrhunderts: Die flüssige Demokratie! Jedes Mitglied kann über Sachthemen abstimmen und ein Feedback geben. Das ist bezeichnenderweise eine fragwürdige demokratische Sacharbeit. Die unendlichen Weiten, das Auf und Ab im Internet lassen es attraktiv erscheinen, aber im realen Leben geht das nicht. Möchten Sie, liebe Hannoveraner, jeden Tag prüfen, ob die Straßenverkehrsordnung noch gültig ist? Eine stabile Demokratie ist da nicht zu erkennen. Kandidaten Grillen - ja was ist das denn? Hinter dem digitalen Outfit werden dann schon mal Shit-Storms oder diktatorische Tendenzen erkennbar.
Der auskunftsfreudige Pirat stöhnte auch über die eigene Arbeitsbelastung und erwähnte rührselig, dass es ein enormer Kraftakt ist, Politik zu gestalten und zu leben. Genau das wurde auch in einer Umfrage zu Hindernissen und Problemen der Piratenpartei erörtert. 47 % der Piraten haben zu wenig Zeit, 40 % fühlen sich schlecht informiert und 32 % bemängeln die unsachliche Diskussionskultur. Am Rande wurde die nicht korrekte Berichterstattung in den Systemmedien kritisiert. Herzlich Willkommen im Land der sogenannten Meinungsfreiheit und Toleranz für Andersdenkende. Sollten erste Erfahrungen mit abgefackelten Autos oder gemobbten Mitgliedern auftreten, dann dürft ihr gern mal bei uns vorbeischauen. Wir können Ratschläge geben im Umgang mit den Gutmenschen.
 
Fazit: Klarmachen zum Kentern!
 
Sarah Fritzner
 

 

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