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22.12.2011

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Armut steigt trotz Wachstumsgeschwafel

Daß das „Allheilmittel“ Wirtschaftswachstum keine Wunder vollbringen kann, weil es bei den Bürgern überhaupt nicht ankommt, belegt mit eindrucksvollen Zahlen der Armutsbericht 2011 des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Trotz angeblichen Wirtschaftsaufschwungs und propagandistisch geschönter Arbeitslosenzahlen ist die Zahl armutsgefährdeter Menschen in Deutschland gestiegen. Als arm gilt, wer über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verfügt.



Laut Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

leben 12 Millionen Deutsche, also 14,5 Prozent der Gesamtbevölkerung in Armut. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider stellt in diesem Zusammenhang fest: „Es handelt sich um eine Verhärtung der Armut auf sehr hohem Niveau.“ Spitzenwerte von über 20 Prozent weisen Mecklenburg-Vorpommern, das Ruhrgebiet und Bremen auf. Aber auch einige andere Länder wie Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin kratzen an der 20-Prozent-Marke.



Selbst in vermeintlich prosperierenden Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg gilt jeder Zehnte als armutsgefährdet.

Angst vor sozialen Unruhen

muß man laut Paritätischem Wohlfahrtsverband vor allem im Ruhrgebiet haben. Dort ist die Armutsgefährdung mittlerweile höher als in allen anderen Regionen der BRD. So warnt Ulrich Schneider vom Wohlfahrtsverband: „Wenn dieser Kessel mit fünf Millionen Menschen einmal zu kochen anfängt, dürfte es schwer fallen, ihn wieder abzukühlen.“



Die Schere zwischen arm und reich

wird in Deutschland immer größer und wächst schneller als in den USA. Die reichsten 10 Prozent besitzen mittlerweile mehr als 60 Prozent des gesamtdeutschen Vermögens. Hingegen steigt die Verschuldung bei den weniger Betuchten von Jahr zu Jahr bedenklich an.



Das Armutsproblem ist kein dezidiertes HartzIV-Problem

. Es sind weit mehr Menschen armutsgefährdet als es HartzIV-Empfänger gibt. Die Gesamtzahl der HartzIV-Empfänger blieb in den letzten Jahren relativ konstant, wohingegen die Zahl der Armen und Armutsgefährdeten massiv stieg. Dies bedeutet, daß Armut mehr und mehr ein Problem von Arbeitnehmern, Geringverdienern und Rentnern ist.



Besonders betroffen von Armut

sind Kinder, Alleinerziehende, Familien mit vielen Kindern und ältere Menschen. Deutschland weist im europäischen Vergleich eine der negativsten Geburtenraten auf, schickt Kinder aber verhältnismäßig häufig in eine Zukunft in Armut. Jedes sechste Kind in Deutschland wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, über zwei Millionen leben in HartzIV-Bedarfsgemeinschaften. Mehr als jeder Dritte (37,5 %) der Alleinerziehenden gilt als arm. Rentner sind mit 11,5 % unter der Armutsgrenze noch nicht überproportional betroffen, gelten aber laut mehreren internen Papieren des Bundesarbeitsministeriums in der Zukunft als besonders armutsgefährdet. Gebrochene Erwerbsbiographien, Langzeitarbeitslosigkeit, Niedrigentlohnung – all das wird sich später als Altersarmut rächen.



Daß diese Armut

mittlerweile bei vielen Menschen an die Existenz geht, belegt eine Aussage des Präsidenten des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler: „Fast jeder dritte Armutsgefährdete (30 Prozent) war eigenen Angaben zufolge nicht in der Lage, zumindest jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu bekommen.“



Die NPD sieht die steigenden Armutszahlen in unserem Landin einer grundsätzlich falschen Politik begründet

. Wo Steuergelder in hoher dreistelliger Milliardenhöhe für EU-Rettungsschirme, Banken, Entwicklungshilfezahlungen, Kriegsabenteuer, Integrationsmaßnahmen, Sozialalimentation von Ausländern und dergleichen zweckentfremdet werden, ohne das das Volk gefragt wird, darf man sich über wachsende Massenarmut nicht wundern.



Der Staat sieht sich immer weniger in der Lage, die notwendige soziale und kulturelle Infrastruktur aufrechtzuerhalten

, mittels eines öffentlichen Beschäftigungssektors deutsche Arbeitslose wieder in Arbeit zu bringen oder wenigstens einen rudimentären Sozialstaat aufrechtzuerhalten – schmeißt aber mit beiden Händen Geld zum globalen Fenster hinaus. Die Kommunen und der Mittelstand, die durch gezielte Förderung wieder in die Lage versetzt werden könnten, durch Investitionen Arbeit zu schaffen, werden durch Haushaltsüberwachung, Rotstiftpolitik und Kreditklemme kaputtgespart und sich selbst überlassen.  



Geld ist immer noch genug da, es wird nur an der falschen Stelle ausgegeben. Darum fordert die NPD weiterhin: Deutsches Geld für deutsche Aufgaben – nicht für Banken, Ausländer und EU-Rettungsschirme!  

Ronny Zasowk

 


Quelle:http://www.npd-in-rlp.de/
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