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29.11.2011

Lesezeit: etwa 4 Minuten

NPD Hannover unterstützt Castor-Demonstration in Dannenberg

 

 
 
 
Seit nun mehr als 30 Jahren wird rings um das Thema "Zwischenlager" Gorleben aus den Reihen der noch regierenden Parteien getrickst und verheimlicht.
 
Die Standortentscheidung im Fall Gorleben wurde im Jahre 1977 unter dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) und dem Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) entschieden. In Zeiten des damaligen Kalten Krieges und der innerdeutschen Konflikte mit der DDR, erfolgte diese Entscheidung nach heutiger Expertensicht maßgeblich nach politischen Gesichtspunkten, insbesondere wahrscheinlich aufgrund der dort bis heute ziemlich geringen Siedlungsdichte und auch der Nähe zum ehemaligen „Konkurrenten in Sichtweite“, dem DDR-Endlager Morsleben.
 
“Wir beginnen mit einer weißen Landkarte, es gibt keine Tabus”, versprach Bundesumweltminister Norbert Röttgen noch Anfang November nach einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer in Berlin. Einerseits werde nun angeblich ergebnisoffen nach neuen Standorten gesucht, andererseits werden auch, wie bisher fast jedes Jahr, neue Fakten geschaffen, wie der nun durchgeführte Castor Transport von der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague ins Wendland wieder zeigt. Der Salzstock im Untergrund bei Gorleben besitzt laut einigen Experten nicht das für die Endlagerung von radioaktivem Inhalt benötigte Deckgebirge, welches einen Kontakt der bis zu 420 (Gesamtkapazität) geplanten Castor-Behälter mit dem Grundwasser verhindern würde (siehe auch „Gorlebener Rinne“). Hinzu kommen die im Salzstock entdeckten Gaseinschlüsse, die ein Indiz dafür sein könnten, dass sich in der Tiefe von Gorleben größere Erdgasvorkommen befinden. Am 25. Juni 1969 kam es in diesem Zusammenhang im wenige Kilometer von Gorleben entfernten Lenzen in Brandenburg bei Bohrungen bereits zu einer Gasexplosion. Es hätte längst festgestellt werden müssen, ob Gorleben als Endlager überhaupt in Frage kommt. Schieben die bereits verbauten hohen Geldsummen in das Projekt etwa die Suche immer wieder in Richtung Endlager Gorleben? Wieso hat das 15-köpfige Gremium um Maria Flachsbart bis heute die undurchsichtigen Entscheidung der CDU-Regierung aus dem Jahre 1983 noch nicht medienwirksam aufgedeckt und warum wurde damals nahezu vorbehaltlos Gorleben als mögliches Endlager ausgewählt, ohne (in anderen Bundesländern) beispielsweise auch Granit oder Ton in Erwägung zu ziehen, was im Ausland meist bevorzugt gewählt wird? Fragen hierzu kann übrigens jeder kritische Bürger an <img class=" title="maria.flachsbarth"/>schicken oder ihr Wahlkreisbüro in der Walderseestr.21, Hannover-List) besuchen. Darüber hinaus tragen die aktuellen Probleme in Salzstöcken von Asse II und Morsleben, die bereits als Lager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall genutzt werden, auch nicht zur Beruhigung der Gemüter bei. Steinsalz wie in den Tiefen Gorlebens wird mittlerweile von Kritikern als geologisch ungeeignetes Gestein für ein langfristig sicheres Endlager angesehen. Natürlich gibt es auch Befürworter des Standorts Gorleben: Die Gemeinde Gorleben sowie die Samtgemeinde Gartow erhalten jährlich sogenannte Ausgleichszahlungen. Unter anderem setzt sich Angela Merkel auch für einen alternativlosen Ausbau des Gorlebener Salzstocks hin zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ein.
 
Der Organisation Greenpeace lagen zum Thema Gorleben bereits im letzten Jahr bisher vertrauliche Unterlagen vor. Aus den Dokumenten habe man die Erkenntnis gewonnen, dass „die Akten sagen, es gab kein wissenschaftliches Auswahlverfahren, an dessen Ende als konsequentes Ergebnis der Salzstock Gorleben stand. […] Insofern kann man das nur als eine politische, und zwar als eine willkürliche Entscheidung bezeichnen“, so der Greenpeace-Atomexperte Matthias Edler. Auch interessant war hierbei die Antwort des damaligen Ministerpräsidenten Albrecht auf die Aussagen des im letzten Jahr leider verstorbenen Wissenschaftslers Gerd Lüttig, dass Gorleben nicht in den ersten beiden (und damit besonders guten!) Klassen der 250 untersuchten Salzstöcke im Jahre 1975 erfasst wurde: „Das macht nichts, das ist jetzt eine politische Entscheidung.“
 
Wie hoch ist die Strahlung wirklich??
 
„Rund um Gorleben werden seit Beginn der Lagerung radioaktiven Atommülls im Jahr 1995 weniger Mädchen geboren. Eine Studie des niedersächsischen Sozialministeriums bestätigte in der vergangenen Woche diese Tatsache. Trotzdem sieht das Land in einer entsprechenden Studie keinen Beweis, dass Radioaktivität für diese Veränderung verantwortlich sein könnte. Das wird ausdrücklich in einem Bericht des Landesgesundheitsamts betont, der die Studie zur Grundlage hat. Nun hat sich Ministeriumssprecher Thomas Spieker geäußert.“
 
(Quelle: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/gorleben959.html)
 
Bis zum heutigen Tag sind jedenfalls 13 Transporte mit insgesamt 113 Atommüll-Behältern in das "Zwischenlager" Gorleben transportiert worden, ab 2014 sollen weitere 21 Behälter aus Sellafield (England) aufgenommen werden. All diese beunruhigenden Entwicklungen veranlassten Mitglieder des NPD-Unterbezirks Hannover, die Castor-Demonstration „Gorleben soll leben - Stopp Castor!“, die am 26.11 in Dannenberg stattfand, zu besuchen. Mit vielen tausenden Menschen forderten wir einen raschen Ausstieg aus der Atomkraft sowie eine Dezentralisierung der Energieversorgung, und natürlich das endgültige Aus für den Endlagerstandort Gorleben. Die Demonstration startete gegen 12.30 Uhr an zwei Auftaktpunkten mit Musikprogramm und einigen Infoständen. Der Auftaktpunkt Ost "Umwelt und Leben", von wo aus wir losgingen, wurde von Campact und dem BUND gestaltet. Unser Demonstrationszug machte sich anschließend zur Hauptkundgebung in Dannenberg auf, diese endete gegen 16.00 Uhr. Wie schon auf dem Internetportal Mupinfo beschrieben, sollten umwelt- und energiepolitische Forderungen und Maßnahmen auch von national denkenden Menschen besetzt werden.
 
A.K.
 

 

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