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24.01.2008

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Was ist dran am angekündigten Amoklauf eines minderjährigen Schülers?

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Versuchen die Schulleitung des Schulzentrums Dahn und Polizei die Vorkommnisse zu verniedlichen oder gar zu vertuschen?
Am gestrigen Mittwoch, den 23. Januar 2008 fand auf Druck zahlreicher Eltern eine Informationsveranstaltung der Vertrauenslehrerin Martinez statt. Auch war ein Polizist der Polizeidirektion Dahn anwesend. Die Informationsveranstaltung wurde allerdings nicht im Schulzentrum Dahn, sondern in der Gaststätte „Dahner Sportpark“ durchgeführt. Auch wurden nicht alle Klassenelternsprecher eingeladen, da man angeblich den Großteil wegen der knappen Einladungszeit nicht erreichen konnte.

Die Schulleitung selber glänzte durch Abwesenheit. „Es ist nicht alles so heiß, wie es gegessen wird“, versuchte man die besorgten Eltern zu beruhigen und man wolle auf keinen Fall „Panik“ erzeugen. Für eine gewisse „Panik“ ist die Schulleitung aber selbst verantwortlich, da man zum wiederholten Male bei dringenden Problemen an der Schule die Elternbeiräte und Eltern nur zum Teil oder überhaupt gar nicht informierte. Bereits im vergangenen Spätsommer soll ein Perverser Fotos auf der Schultoilette von Mädchen gemacht haben. Auch hier blieben lediglich „Gerüchte“ im Raum stehen. "Wenn „Kopfläuse“ im Umlauf sind, würden ja auch innerhalb weniger Stunden die Eltern informiert", stellte ein Elternteil treffend fest. Das Schulzentrum Dahn hat in der Region ohnehin nicht den besten Ruf und gerade jetzt wären neuerliche Skandale natürlich weiter rufschädigend, da viele Eltern der Region nur sehr ungern Ihre Kindern in Dahn auf der Schule anmelden möchten.

Die Vertrauenslehrerin empfahl den Klassenelternsprechern, einen Brief zur Schuldirektorin sowie zur Schulaufsichtsbehörde zu schreiben und die Vorfälle zu schildern. Sie laß einen von ihr selbst verfaßten Brief vor, der eigentlich all das aussagt, was zuvor von Ihr und dem anwesenden Polizisten bestritten bzw. stark heruntergespielt wurde. Die anwesenden Eltern beschlossen einstimmig, folgenden Brief an die Schulbehörde zu schreiben:

„Klassenelternsprecher der der Hauptschule Dahn

An die
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier
Außenstelle Neustadt
Schulaufsicht
Friedrich-Ebert Str.14
67433 Neustadt/ Weinstraße


Dahn, 24. Januar 2008


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den Vorkommnissen der letzten Wochen sind wir Eltern der Klassenstufe, mehr als besorgt. Wie sich leider jetzt herausstellte, terrorisierte ein Schüler Namens ........ über Monate hinweg viele unserer Kinder, er schüchterte sie sogar dermaßen ein, das sich kein einziger dieser jungen heranwachsenden Menschen wagte sich den Eltern oder Lehrern zu öffnen. Dieser physische Druck auf die Kinder, bewirkte dass einzelne morgens über Übelkeit klagten und zu Hause blieben um so den Erpressungen und Schlägen zu entkommen, oder sie ließen sich früher von der schule abholen,damit sie ihrem Peiniger nicht mehr länger begegnen mussten.

Wir als Eltern lassen diesen Zustand nicht mehr zu. Einzelne von uns erstatten mit ihren Kindern eine Anzeige gegen diesen Mitschüler.

Als sehr bedenklich empfinden wie alle,dass sich einzelne Schüler nicht einmal wagen sich mit Namen bei der Polizei zu melden. So groß ist noch immer die Angst und der Druck, der von dem Mitschüler ausgeht, obwohl er im Augenblick in der Schule nicht anwesend ist.

Den Schülern wurde von seiner Seite aus mitgeteilt, dass er alle diejenigen, die gegen ihn etwas unternehmen, vorgehen wird. Mit Schlägen oder mit der;;Knarre`` Ebenso drohte er bei eventuellem Schulausschluss sich an der 7b zu rächen mitsamt der Lehrkraft.

Aus diesem Grunde haben wir,einige Eltern der Hauptschule Dahn uns am heutigen tage getroffen und gemeinsam beschlossen, unsere Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken, sollte ......... wieder am Unterricht teilnehmen dürfen wir sehr besorgt um unsere Kinder. Wir bemühen uns, sie zu rechtschaffende Menschen zu erziehen, ihnen den Weg zu zeigen und lassen es daher nicht zu, dass sie durch den Physcho-Druck seitens eines Schülers unsere Bemühungen zu Nichte gemacht werden

Im Namen aller Eltern die am Mittwoch, 23. Januar 2008 beim Treffen mit der Vertrauenslehrerin Martinez und dem Polizist im Sportpark Dahn teilgenommen haben.

die Klassenelternsprecher“

Selbst der anwesende Polizist musste eingestehen, dass man noch nicht einmal in der Lage wäre, dem 13-jährigen Jungen die Busfahrkarte, welche er von der Kreisverwaltung bekommen hat, zu entziehen, um somit seine Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Es ist abzuwarten, was nun weiterhin passieren wird. Der NPD Ortsverband Dahn jedenfalls hat, anders als die Schulleitung und die Medien, innerhalb weniger Stunden mit einem Flugblatt die Bevölkerung in Dahn über die bisherigen Vorfälle informiert.

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